nützliche Hinweise - Jahnschule Krefeld Städtische Gemeinschaftsgrundschule

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nützliche Hinweise

Infos Coronakrise

Liebe Kinder und Eltern der Jahnschule,
nun ist die Schule schon seit drei Wochen geschlossen und wir alle mussten uns ganz außergewöhnlichen Herausforderungen stellen.
Wir hoffen, dass alle wohlauf sind und es Ihnen und Euch gelungen ist, diese Herausforderungen zu meistern.  Das war und ist sicher keine einfache Aufgabe. Dafür möchten wir allen an dieser Stelle einen herzlichen Dank und Anerkennung aussprechen.
Wir werden auch noch ein paar weitere  Eltern-Tipps für die Zeit ohne Unterricht auf unsere Homepage setzen.
Sollten die Schulschließungen auch über die Osterferien hinaus angeordnet werden, bekommen die Kinder gegen Ende der Ferien neue Aufgaben bzw. Materialien.
Nun wünschen wir Ihnen und Euch weiterhin viel Kraft und Gesundheit für die kommende Zeit.

B. Grotenhaus    und   R.Meeßen


Wie organisiere ich Lernen von zuhause aus?
Einen Berg von Aufgaben eigenverantwortlich erledigen zu müssen, fällt immer schwer. Mit den folgenden Hinweisen können Sie Ihr Kind dabei unterstützen, die Aufgaben, die es von der Schule erhält, zu Hause zu erledigen:
Überblick verschaffen: Schauen Sie sich in Ruhe mit Ihrem Kind zusammen an, was alles zu tun ist und planen Sie gemeinsam die Woche. Neben den Schulaufgaben gehören hierzu auch Pflichten im Haushalt.
Erwartungen klären und wichtige Aufgaben festlegen: Sagen Sie Ihrem Kind ehrlich, was Sie von ihm erwarten, und fragen Sie es auch, was ihm wichtig ist für die Zeit ohne Schule. Einiges wird nicht zu verhandeln sein, bei anderen Dingen kann Ihr Kind, abhängig vom Alter, selbst entscheiden (z.B. mit welcher Aufgabe es beginnt oder ob es lieber vormittags oder nachmittags für die Schule arbeiten möchte).
Plan machen: Schreiben Sie in einen Wochenplan, welche konkreten Aufgaben wann erledigt werden. So ist für alle sichtbar, was abgemacht ist. Das verhindert Missverständnisse und Streit.
Aufgabenliste für jeden Tag: Hiermit können Sie den „großen Berg“ in kleine Tagesetappen (3-5 Aufgaben) unterteilen, dadurch wird er für Ihr Kind überschaubar. Das Durchstreichen erledigter Aufgaben tut Ihrem Kind gut und motiviert.
Arbeitsplatz gestalten: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind einen festen Ort für seine Schulaufgaben hat, an dem es nicht abgelenkt ist. Leise Musik im Hintergrund muss nicht stören, bewegte Bilder (Fernsehen, Computer) und Sprache (Hörspiel) lenken das Gehirn ab.
Arbeitszeiten und Pausen: Nutzen Sie eine Uhr oder Stoppuhr, um Arbeitsphasen zu begrenzen, z.B. auf 30 Minuten. Nach jeder Unterbrechung der Konzentration (z.B. durch eingehende Nachrichten im Handy) braucht Ihr Kind wieder Zeit, um in eine Aufgabe zurückzufinden. Dadurch kommt es langsamer voran. Besser ist es, nach einer konzentrierten Arbeitsphase eine Pause einzulegen. Kleine Kinder brauchen nach 15 Minuten einen Wechsel oder eine Pause.
Lernmotivation
Nichts motiviert mehr als Erfolg: Geben Sie Ihrem Kind so viel Unterstützung wie nötig, aber so wenig wie möglich („Hilfe zur Selbsthilfe"). Freuen Sie sich gemeinsam über Lernerfolge.
Zeigen Sie Ihrem Kind, dass die Lerninhalte bedeutsam sind und dass Sie die Lernbemühungen Ihres Kindes wertschätzen. Seien Sie ein positives Vorbild für Ihr Kind. Lernpartnerschaften können helfen: Vereinbaren Sie z.B. Telefonate mit Mitschülern.

Wenn Schluss ist, ist Schluss: Wenn die Aufgaben für den Tag erledigt sind, hat Ihr Kind frei.
Wenn Sie Fragen dazu haben, was Ihr Kind zu Hause bearbeiten soll und wie Sie es dabei unterstützen können oder wenn sich das Lernen zu Hause sehr schwierig gestaltet, wenden Sie sich an den Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin bzw. die Schule Ihres Kindes. Sie erreichen diese über die vereinbarten Kontaktwege.
Insgesamt sollten Sie in dieser schwierigen Zeit auch wissen, dass wir als Schule uns auf unterschiedliche Lernstände einstellen werden und jedes Kind anschließend mitnehmen werden und es individuell fördern.

Wie lernt mein Kind nachhaltig?
Am besten lernen Menschen, wenn sie sich in einer positiven Stimmung befinden. Alles was das Lernen angenehmer macht und positive Gefühle erzeugt, ist hilfreich. Hierzu gehört auch, das bereits Erreichte und Lernerfolge zu sehen und wertzuschätzen.
Wichtig ist es für Ihr Kind zu erkennen, was es bereits verstanden hat und was nicht. Versuchen Sie daher gemeinsam, sich ein Bild darüber zu machen, wie sich Ihr Kind an eine Lernaufgabe heranwagt. Jedes Kind verfügt bereits über Erfahrungen mit bestimmten Lerntechniken. Aber auch Ihre Erfahrungen mit Lerntechniken können für Ihr Kind interessant sein. Je nach Lernziel und Lerninhalt und Alter Ihres Kindes sind unterschiedliche Lerntechniken hilfreich:
• Inhalte eigenständig (mündlich oder schriftlich) zusammenfassen
•  wichtige Punkte unterstreichen oder markieren (z.B. in einem Text)
• es anderen (z.B. in einer Lernpartnerschaft oder den Eltern) erklären
• bildhafte Darstellungen entwickeln
• Einprägen durch wiederholtes Lesen und auswendiges Wiedergeben
• eigene Fragen zum Lerngegenstand (z.B. ein Text) entwickeln
• Überschriften zu Abschnitten formulieren (z.B. in einem Text)
• Anwendungsbeispiele (z.B. aus dem Alltag) konstruieren

Lagerkoller und was jetzt?

Wenn gewohnte Tagesabläufe und Beschäftigungen wegfallen und alle Familienmitglieder längere Zeit in der Wohnung verbringen, kann irgendwann durch die Eintönigkeit ein Gefühl der Langeweile auftreten.
Langeweile ermöglicht die Chance, gewohnte Verhaltensmuster zu unterbrechen und alte oder neue Fähigkeiten in sich zu entdecken. Wenn Ihr Kind weniger Anregungen von außen erhält, wird es kreativ. Hierfür braucht Ihr Kind Zeit und Sie brauchen Geduld! Kinder erfinden dann neue Spiele, phantasieren Geschichten und experimentieren mit dem, was sie vorfinden. Ein Kind beginnt zu nähen, ein anderes füllt Gläser mit Wasser und bringt sie zum Klingen oder es wird aus einer Zeitschrift ein Puzzle hergestellt. Und Sie können neue Seiten, Interessen und Begabungen bei Ihrem Kind entdecken.
Ihnen bietet sich auch die Möglichkeit, durch das Begleiten Ihres Kindes und Einlassen auf dessen Spiele, Ihre eigene Kreativität und Freude am Spiel wieder zu entdecken. Es kann für Ihr Kind spannend sein, Spiele aus einer Zeit vor den Computerspielen auszuprobieren oder gemeinsam die tägliche Sportstunde vor dem Fernseher durchzuführen (s.Tipps „Gesund macht Schule“).  Auch gemeinsames Kochen verbindet und bildet.
Vertrauen Sie darauf, diese herausfordernde Situation gut und nachhaltig für die Zukunft zu meistern.



Wie mit Ängsten umgehen?
„Warum darf ich nicht mehr in die Schule?“
„Warum können wir Oma und Opa nicht mehr besuchen?“
„Wann kann ich meine Freunde sehen?“
„Was passiert, wenn du gar nicht mehr arbeiten gehst?“
Die vielen Veränderungen können bei Ihrem Kind zu Unsicherheiten führen. Dinge, die wir nicht verstehen und einordnen können, ängstigen uns. Wie können Sie als Eltern am besten darauf reagieren?
Versuchen Sie ruhig zu bleiben: Kinder spüren die Ängste und Unsicherheiten ihrer Eltern. Tun Sie sich Gutes und versuchen Sie, sich zu entspannen. Sprechen Sie in Ihrer Beziehung oder in Ihrem Freundeskreis über Ihre Sorgen und geben Sie diese nicht an Ihr Kind weiter. Informieren Sie sich auf offiziellen Internetseiten (z.B. FAQs des Robert-Koch-Instituts oder Informationsseite des Landes), so dass Sie Fragen Ihres Kindes beantworten können. Lassen Sie Ihr Kind, je nach Alter, keine Nachrichten schauen. Bilder bleiben eher haften und können verunsichern.
Aufgreifen, was Ihr Kind schon weiß: Ihr Kind hat schon einiges über das Corona-Virus gehört. Sprechen Sie gemeinsam darüber. Welche Fragen hat Ihr Kind? Hat es vielleicht Informationen aufgenommen, die nicht stimmen? Haben Sie auch ein Auge auf den Medienkonsum (s.o.) Ihres Kindes und schauen Sie sich Informationen am besten gemeinsam an.
Kindgerecht erklären: Vor allem für jüngere Kinder ist schwer begreiflich, was ein Virus ist. Vielleicht fallen Ihnen alternative Wörter ein, um dies zu erklären, z.B. eine Krankheit, die neu ist und unser Körper noch nicht kennt. Ein Impfstoff, wie gegen andere Krankheiten, wird gerade entwickelt. Daran arbeiten momentan viele Menschen weltweit. Weitere kindgerechte Informationen finden Sie z.B. auf der Seite der Kindernachrichten logo! des ZDF und der Sendung mit der Maus des WDR.  
Eigenverantwortung: Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was Sie als Familie tun können, um sich vor der Krankheit zu schützen. Regelmäßiges Händewaschen und in die Armbeuge niesen oder husten können Sie gemeinsam üben. Kinder freuen sich über Lob, wenn diese Dinge gelingen. (Video-)Telefonate mit Oma und Opa oder im Freundeskreis sind auch ein wichtiger Beitrag im Umgang mit der Situation. Ein Brief oder ein schönes Bild können auch per Post verschickt werden.
Wohlfühlen: In einer ruhigen Atmosphäre zuhause lassen sich Gespräche am besten führen. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind und beruhigen Sie es, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Gewohnte Strukturen (z.B. gemeinsame Mahlzeiten, zu-Bett-bringen, vorlesen, spielen, kuscheln) sind hilfreich für Ihr Kind. Es sollte sich nicht alles um das Corona-Virus drehen. Eine fröhliche Atmosphäre zuhause hilft beim Lernen und Wohlfühlen.


Wie gehen wir mit Konflikten um?

Sie und Ihr Kind begegnen sich jetzt häufiger als sonst. Zudem haben Konflikte sind leicht möglich. Da heißt es, Ruhe bewahren, tief durchatmen und dann gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Damit das gut gelingt, ein paar Hinweise:

Nehmen Sie sich Zeit und klären Sie einen Konflikt immer in Ruhe, nicht , wenn Sie sich gerade ärgern.
Sprechen Sie darüber, wie Sie und Ihr Kind die Situation wahrnehmen. Bleiben Sie freundlich und zugewandt.
Formulieren Sie beide Ihre Bedürfnisse und Ihre Wünsche. Benennen Sie die Unterschiede. Es ist nichts verkehrt daran, unterschiedliche Dinge zu wollen.
Suchen Sie eine gemeinsame Lösung, geben Sie sich nicht vorher zufrieden.
Bei einer Eskalation unterbrechen Sie das Gespräch und setzen es später fort.
Falls Sie und Ihr Kind merken, dass die Konflikte eskalieren und Sie sich zunehmend wütend und hilflos fühlen, gibt es verschiedene Stellen, an die Sie sich wenden können:
Caritas Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche
Diionysiusplatz 24
47798 Krefeld,  (02151) 614620 , es gibt auch online Beratungsangebote
Schulpsychologischer Dienst Krefeld
Petersstraße 122
Behnisch Haus, Eingang A, 1. Etage
47798 Krefeld
Telefon: 0 21 51 / 36 32 67-0
Telefax: 0 21 51 / 36 32 67-30
E-Mail: psycholog.dienst@krefeld.de
oder gehtsdirgut@krefeld.de
Kinderschutzbund Krefeld e.V.
Allgemeine Beratungen machen die Fachberater*innen im Augenblick telefonisch. Machen Sie dafür bitte unter der Rufnummer 961920 einen Termin aus.
Bei Sorgen und Nöten erreichen Sie außerdem unter folgenden bundesweiten Telefonnummern kostenfrei und anonym einen Ansprechpartner:
Telefonseelsorge:  0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222
Kinder und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“:  0800-111 0 333 (Mo–Sa  14–20 Uhr)


Hier erhalten Sie weitere Infos, Hilfen und Beratung:

Unter dieser Emailadresse finden Sie viele Angebote und Informationen der Stadt Krefeld:
https://www.krefeld.de/familienportal/pressemeldungen/beratungs-hotline-fuer-krefelder-familien/

Beratungs-Hotline für Familien
0 21 51 / 86 30 03
Fragen zur Notbetreuung von Schulkindern bis maximal zur Jahrgangsstufe 6
Telefon: 0 21 51 / 86 30 00
Internet: www.krefeld.de/corona
Fragen zur Notbetreuung von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren
Telefon: 0 21 51 / 86 30 01
E-Mail: kita@krefeld.de
Ärztlicher Notdienst für Kinder
0 21 51 / 32 23 03
Elterntelefon
08 00 / 111 0 550 (gebührenfrei)
Fachberatung bei häuslicher Gewalt
0 21 51 / 1 52 20 57
Kinder- und Jugendtelefon
116 111
Krefelder Krisenhilfe
0 21 51 / 6 53 52 53
Team Kindeswohl der Stadt Krefeld
0 21 51 / 86 45 45
Psychologischer Dienst der Stadt Krefeld
0 21 51 / 36 32 67 - 0
Info-Telefon der Stadt Krefeld für allgemeine Themen im Zusammenhang mit dem Coronavirus
0 21 51 / 86 22 22


 
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